Italienische Reise 2019

Das Reisetagebuch von Johann Wolfgang Goethe - seine italienische Reise - hat mich inspiriert, mich auch in den Süden aufzumachen.
Gut ausgestattet mit Fotoequipment habe ich mich 5 Wochen lang (Mai/Juni  2019) ebenfalls auf eine Italienreise begeben. Meine Stationen: Grado - Pisa - Ostia (Rom) und Bologna. 
Goethe floh damals vor seinen Verpflichtungen in Weimar um wieder Raum und Zeit für seine Kreativität zu schaffen.
Bei mir stand auch die Hoffnung im Vordergrund, wieder einmal mehr Zeit für's Fotografieren und Filmen zu haben.
Also Lebenszeit pur ... 

Grado

Parco naturale San Rossore / PISA 

"Reisen lern' ich wohl auf dieser Reise, ob ich leben lerne, weiß ich nicht. Die Menschen, die es zu verstehen scheinen, sind in Art und Wesen zu sehr von mir verschieden, als daß ich auf dieses Talent sollte Anspruch machen können." 

(Goethe in Neapel, den 28.März 1787; p.176)

"Überhaupt ist mit dem neuen Leben, das einem nachdenkenden Menschen die Betrachtung eines neuen Landes gewährt, nichts zu vergleichen. Ob ich gleich noch immer derselbe bin, so mein' ich, bis aufs innerste Knochenmark verändert zu sein."
(Goethe in Rom, den 2. Dezember 1786; p114)


Ostia / ROME

Die meiste Zeit habe ich in Lido di Ostia, an der Küste bei Rom verbracht. Drei Wochen (19.Mai - 9.Juni) habe ich dort in einem sehr komfortablen und hübschen Apartment gewohnt. 
Zwischen Rom und Ostia wird viel gependelt und gestaut und wir waren mittendrin: im Schnellzug, im Auto, bei der Parkplatzsuche .... 
Von Ostia aus haben wir auch etliche Ausflüge nach Rom und Umgebung unternommen. Rom ist Geschichte pur und in der Nähe von Lido di Ostia befindet sich die historische Hafenstadt des antiken Roms: Ostia Antica - ein riesiges Ausgrabungsgelände, wo man stundenlang zwischen römischen Ruinen spazieren (und fotografieren) kann. 
Meinen Fotorucksack mit der Sony A7R3 habe ich am Anfang immer dabei gehabt. Hin und wieder auch meine Drohne, in den letzten beiden Wochen habe ich wieder die Vorzüge meiner leichten und perfekten Reisekamera wiederentdeckt - meine Sony RX100iii

"Das ist das Angenehme auf Reisen, daß auch das Gewöhnliche durch Neuheit und Überraschung das Ansehen eines Abenteuers gewinnt." (Goethe, Italienische Reise, den 9.März 1787)

"Diese Tage war ich in Tivoli und habe eins der ersten Naturschauspiele gesehen. Es gehören die Wasserfälle dort mit den Ruinen und dem ganzen Komplex der Landschaft zu denen Gegenständen, deren Bekanntschaft uns im tiefsten Grunde reicher macht."
(Goethe, Rom am 16.Juni 1787)

"Morgen abend also in Rom. Ich glaube es noch jetzt kaum, und wenn dieser Wunsch erfüllt ist, was soll ich mir nachher wünschen?"
(Goethe, Città Castellana 28.Oktober 1786)

"Nun bin ich sieben Tage hier, und nach und nach tritt in meiner Seele der allgemeine Begriff dieser Stadt hervor. Wir gehn fleißig hin und wider, ich mache mir die Plane des alten und neuen Roms bekannt, betrachte die Ruinen, die Gebäude, besuche ein und die andere Villa, die größten Merkwürdigkeiten werden ganz langsam behandelt, ich tue nur die Augen auf und seh' und geh' und komme wieder, denn man kann sich nur in Rom auf Rom vorbereiten."
(Goethe, Rom den 7.November 1786)

31.Mai: Tivoli - Villa d'Este:  eine sehr beeindruckende Parkanlage mit über 500 Brunnen, Grotten und Wasserspielen. Nass wurden wir dann vor allem am Weg zum Auto ... ein ordentlicher Wolkenbruch hat uns überrascht ...

 

Bologna

12.Juni: Zwei wunderbare Musikerinnen bilden den Rahmen für dieses Kurzportrait von Bologna. Diese Szene ist so sinnbildlich für die kreative, jugendliche Stimmung in dieser Stadt.