Italienische Reise 2019

Das Reisetagebuch von Johann Wolfgang Goethe - seine italienische Reise - hat mich inspiriert, mich auch in den Süden aufzumachen.
Gut ausgestattet mit Fotoequipment habe ich mich 5 Wochen lang (Mai/Juni  2019) ebenfalls auf eine Italienreise begeben. Meine Stationen: Grado - Pisa - Ostia (Rom) und Bologna. 
Goethe floh damals vor seinen Verpflichtungen in Weimar um wieder Raum und Zeit für seine Kreativität zu schaffen.
Bei mir stand auch die Hoffnung im Vordergrund, wieder einmal mehr Zeit für's Fotografieren und Filmen zu haben.
Also Lebenszeit pur ... 

14.Mai: Der erster Sonnenuntergang auf meiner Reise in der Lagune von Grado

Grado

15.Mai: Zen-like Idylle in der Lagune von Grado
15.Mai: Mein erster Drohnenflug auf italienischem Boden - die Lagunen vor Grado
15.Mai: Vorsaison in Grado - leere Strände, viel Wind und kalte Zimmer in der Nacht

Parco naturale San Rossore / PISA 

16.Mai: Der schiefe Turm von Pisa von seiner "geraden" Seite.

"Reisen lern' ich wohl auf dieser Reise, ob ich leben lerne, weiß ich nicht. Die Menschen, die es zu verstehen scheinen, sind in Art und Wesen zu sehr von mir verschieden, als daß ich auf dieses Talent sollte Anspruch machen können." 

(Goethe in Neapel, den 28.März 1787; p.176)

"Überhaupt ist mit dem neuen Leben, das einem nachdenkenden Menschen die Betrachtung eines neuen Landes gewährt, nichts zu vergleichen. Ob ich gleich noch immer derselbe bin, so mein' ich, bis aufs innerste Knochenmark verändert zu sein."
(Goethe in Rom, den 2. Dezember 1786; p114)

18.Mai: Fiume Morto Nuovo im Parco naturale Migliarino San Rossore Massaciuccoli bei Pisa

Ostia / ROME

20.Mai: Eine stürmische Begrüßung in Ostia - im wahrsten Sinne des Wortes ...
20.Mai: Das Kolosseum in Rom in der blauen Stunde ... eine wahre Erleuchtung!
22.Mai: Ponte & Castel S.Angelo (Engelsbrücke & Engelsburg)
29.Mai: Ostia Antica - die Hafenstadt des antiken Roms

"Das ist das Angenehme auf Reisen, daß auch das Gewöhnliche durch Neuheit und Überraschung das Ansehen eines Abenteuers gewinnt." (Goethe, Italienische Reise, den 9.März 1787)

"Diese Tage war ich in Tivoli und habe eins der ersten Naturschauspiele gesehen. Es gehören die Wasserfälle dort mit den Ruinen und dem ganzen Komplex der Landschaft zu denen Gegenständen, deren Bekanntschaft uns im tiefsten Grunde reicher macht."
(Goethe, Rom am 16.Juni 1787)

"Morgen abend also in Rom. Ich glaube es noch jetzt kaum, und wenn dieser Wunsch erfüllt ist, was soll ich mir nachher wünschen?"
(Goethe, Città Castellana 28.Oktober 1786)

"Nun bin ich sieben Tage hier, und nach und nach tritt in meiner Seele der allgemeine Begriff dieser Stadt hervor. Wir gehn fleißig hin und wider, ich mache mir die Plane des alten und neuen Roms bekannt, betrachte die Ruinen, die Gebäude, besuche ein und die andere Villa, die größten Merkwürdigkeiten werden ganz langsam behandelt, ich tue nur die Augen auf und seh' und geh' und komme wieder, denn man kann sich nur in Rom auf Rom vorbereiten."
(Goethe, Rom den 7.November 1786)
29.Mai: Ostia Antica II
5.Juni: Pontile dei Pescatori (der Steg der Fischer in Lido di Ostia)

Bologna

11.Juni: Arkaden in der Innenstadt von Bologna